Neue Trainer kommen aus dem Profisport

Trotz Corona-Lockdown bereiten sich unsere Donau Floorall Herren in den letzten Wochen bereits intensiv auf die Saison 2020/21 vor. Die mannschaftssportfreie Zeit wurde für strukturelle und organisatorische Neugestaltungen genutzt.
Wichtigste Aufgabe nach Rücktritt des bisherigen Trainerduos Armin Sedelmeier und Florian Roger war die Neubesetzung des Cheftrainerpostens. Sedelmeier und Roger bleiben weiterhin als Abteilungsleiter aktiv für Donau Floorball.
Ab sofort übernimmt Jean-Francois Boucher den Posten des Cheftrainers. Der 34jährige Deutsch-Kanadier verfügt als ehemaliger Profi des ERC Ingolstadt (von 2008 bis 2009 und 2012-2015) und der Kölner Haie (von 2015 bis 2018) über ausgezeichnetes Wissen und Erfahrungen im Mannschaftsport.

Durch sein sportliches Netzwerk gelang Jean-Francois Boucher innerhalb kürzester Zeit auch Sebastian Mahr für Donau Floorball zu gewinnen. Der 31jährige Triathlet, Coach und Blogger bei DonauRun unterstützt Donau Floorball zukünftig als Physis- und Fitnesscoach.

Sebastian Mahr und Jean-Francois Boucher

Zu Beginn seiner Tätigkeit steht Bouch Donau Floorball Rede und Antwort:

Hallo Bouche. Wir begrüßen Dich herzlich als neues Mitglied der Donau Floorball Familie und freuen uns über deine Bereitschaft bei uns aktiv zu werden. Wie bist Du zu Donau Floorball gekommen?

Ich bin ein guter Freund von Holger Kleinbauer (Holger Kleinbauer trainierte die Mannschaft bis 2017 und feierte mir ihr den Aufstieg in die 2. Bundesliga Anmerkung von Donau Floorball). Holger hat immer von Floorball und seiner Arbeit mit den Jungs dort erzählt. Als ich vor zwei Jahren mit dem Profisport aufgehört habe, wollte ich im Sport zunächst etwas pausieren und mich anderen Dingen widmen. Nachdem es bei mir nun ruhiger geworden ist, war ich vor 3-4 Monate gemeinsam mit den Jungs von DonauRun eingeladen zu einem Bundesligaspiel von Donau Floorball. Ich wollte Floorball dann endlich live sehen. Das war mein erster Einblick von Donau Floorball.  

Was reizt Dich an dem für Dich neuen Verein und der neuen Sportart?

Es erinnert mich an meine Kindheit, in der es immer wieder neue Herausforderung in der Schule oder im Sport gab. Profisport ist hauptsächlich eine berufliche Situation mit Stress und hoher Belastung. Jetzt möchte ich gerne im privaten ein neues Projekt in der Hockeywelt angehen und mein Wissen an die Jungs weitergeben. Es freut mich, dass ich hier die Möglichkeit bekomme auch meinen Kindern meine Liebe zum Hockey mitzugeben und sie das miterleben zu lassen. Egal ob auf dem Eis oder in der Halle.

Was sind nun Deine ersten Schritte?

Letzte Woche haben wir mit organisatorischen Dingen begonnen. Die Jungs mit ihren Zielen, Vorstellungen und ihrer Gesundheitssituation besser kennenzulernen. Ich habe mich mit den Regeln der Sportart vertraut gemacht und Trainingspläne erstellt. Wir haben jetzt vor der neuen Saison eine lange Zeit – 5 Monate- um langsam Strukturen aufzubauen und zu festigen. Der Fokus liegt jetzt nicht darauf nach hinten zu schauen, was hat gefehlt, was habe ich falsch gemacht, sondern nach vorne zu schauen, was möchten wir gemeinsam erreichen.

Wie planst Du das Team trotz Corona Einschränkungen fit für die neue Saison zu bekommen?

In unserer digitalen Zeit ist es einfacher über telefonieren oder Skypechats in Verbindung zu bleiben. Ich kenne das aus dem Eishockey auch, dass im Sommer bekommen die Spieler individuelle Programm bekommen. Die müssen ihr Training dann daheim auch individuelle gestalten. Ich plane den ersten Monat einfacher einzusteigen und kontinuierlich mit den Jungs zu arbeiten. Sie bekommen dann sie Meilensteine für die nächsten Monate, welche wir regelmäßig individuell und im Team reflektieren und dann wieder Anpassung des Trainingsplan vornehmen. Es wird genügend Möglichkeiten für Training für daheim geben und jeder kann seine individuellen Möglichkeiten (Fahrradfahren, Schwimmen, Laufen usw. ) nutzen.

Ich sehe mich als Berater um die besten individuellen Lösungen für die Spieler zu finden. Ich kann da auf meine großen Erfahrungen vom Teamsport zurückgreifen und Sebi ergänzend mit seinem großen Wissen aus der Individualfitness. Die beiden verschiedenen Hintergründe helfen uns, um die Spieler bestmöglichst weiterzuentwickeln.

Du hat Sebi gerade erwähnt. Welche Rolle spielt Sebastian Mahr bei Eurem Trainerduo?

Sebi ist ein guter Freund von mir. Ich arbeite viel persönlich mit ihm und seinem Team von DonauRun zusammen, da ich daran arbeite in einigen Jahren den Ironman mitzumachen. Im Eishockey bzw. im ganzen Teamsport ist viel ausgleichbar über Mannschaftsleistung, bei Sebi als Ironman zählt allein die individuelle Fitness. Daher hat er große Erfahrungen in physischer aber auch mentaler Fitness und dient hier als großes Vorbild. Ich sehe es so, dass die Trainer ein guter Teil des Team sein muss und mit seiner eigenen Fitness als Vorbild dient. Sebi hat wahnsinniges Wissen und Überblick im Fitnessbereich und ich bringe die taktische und technischen Mittel des Eishockeys ein. So ergänzen wir uns gut.

Über Eure Ziele für die kommenden Wochen haben wir bereits gesprochen, was sind die Ziele für die neue Saison?

Ich habe die Spieler nach den Erwartungen für sie persönlich und die Mannschaft gefragt. Für mich ist es wichtig, dass wir uns als Mannschaft weiterentwickeln. Die Mannschaft braucht ein Ziel, an dem wir gemeinsam arbeiten können. Das ist für mich wichtig, nicht mein persönliches Ziel als Trainer. Es ist ein tolles Training für das eigene Selbstvertrauen gemeinsam an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Es freut mich aber das die ersten Rückmeldungen einen Aufstiegswillen zeigen und kein Zufriedengeben mit einem z. B. achten Platz.

Vielen Dank für Deine Antworten und viel Spaß bei Donau Floorball.